Protokoll des Kreistags VK Düsseldorf vom 26.04.2018

Der Kreistag des Volleyballkreises Düsseldorf wird um 19:45 eröffnet. Es sind 10 von 34 Vereinen vertreten. Diese geringe Zahl ist sehr bedauerlich, da es durchaus wichtige Themen zu besprechen gibt. Bezirksspielwart Volker Francke ist als Vertreter des WVV anwesend.

Die Mitglieder des Kreis-Ausschusses fassen ihre Berichte noch einmal zusammen, die schriftlich bereits vorab mit der Einladung verschickt wurden. Es sind viele Erfolge zu vermelden, z.B. vom deutschen Meistertitel des VC Alsterwasser 96 im BFS Mixed, aber auch gute Platzierungen der Damen und Herren Teams des Kreises und nicht zuletzt den Aufstiegen der Damen I und Herren I des ART, der Damen I des DSC und der Damen I der DJK SF Gerresheim. Dem gegenüber steht lediglich ein Abstieg, nämlich der Damen I des TV Angermund.

Auch die Jugendmannschaften des Kreises haben zum Teil sehr gut abgeschlossen, was zeigt, dass dort wo Jugendarbeit in den Vereinen geleistet wird, diese gut und erfolgreich ist. Auch hatten wir im Kreis mit 21 gemeldeten Jugendmannschaften in der Saison 2017/18 die höchste Zahl an Mannschaften seit vielen Jahren.

Die Internetseite des Kreises auf der Unterseite des WVV sowie die Seite der Mixedliga ist aktuell. Bei der Seite des WVV ist es allerdings nicht möglich Zugriffszahlen zu erhalten, sodass wir letztlich nicht beurteilen können ob diese Seite wirklich viel Sinn macht. Wir werden versuchen das zeitnah zu klären.

Mit 6 Schiedsrichterlehrgängen werden dieses Jahr so viele Lehrgänge wie seit 15 Jahren nicht mehr durchgeführt. Eventuell kommt noch ein weiterer Lehrgang dazu, wofür aber am 02.09. ein Turnier in Düsseldorf ausgetragen werden müsste. Diese Entscheidung muss bis Anfang Mai fallen.

Nach den Berichten werden noch wenige Fragen geklärt und dann stellt Jürgen August vom DSC 99 den Antrag die Mitglieder des Kreisausschusses zu entlasten. Die Entlastung erfolgt einstimmig bei 5 Enthaltungen der anwesenden KA Mitglieder. Der bestehende Kreisausschuss wird unverändert für weitere 2 Jahre gewählt, ebenfalls einstimmig bei 5 Enthaltungen. Zusätzlich wird Nadine Wolf vom ART als Schulbeauftragte in Abwesenheit neu in den Kreisausschuss gewählt. Sie soll zukünftig die Zusammenarbeit des Kreises und der Vereine mit ausgewählten Schulen intensivieren, um hierüber ibs. männliche Jugendliche neu für den Sport zu begeistern und kurzfristig weitere männliche Jugendmannschaften aufzubauen, was auch in Düsseldorf aktuell schwierig ist.

Unter TOP 6 stellt der Kassenwart Ralf Wollenberg den Antrag, die Einnahmenstruktur des Kreises an die Ausgaben anzupassen. Aktuell kommen 2/3 der Einnahmen über BFS Meldegebühren aus dem BFS Bereich, wohingegen der Großteil der Ausgaben sinnvollerweise in den Jugendbereich fliessen. Durch die Erhöhung der Kreisumlage von 15,00 auf 30,00 Euro, bei gleichzeitiger Absenkung der BFS Meldegebühr von 30,00 auf 15,00 Euro soll diesem Umstand Rechnung tragen. Der Antrag wird mit 2 Enthaltungen einstimmig angenommen. Die Kreisumlage bereits für das Jahr 2018 wird somit auf 30,00 angehoben und der Kassenwart wird die Rechnungen für 2018 nun zeitnah verschicken. Die Absenkung der BFS Meldegebühr soll auf der BFS Ligasitzung im Juni beschlossen werden! Für die meisten Vereine ist diese Anpassung weitgehend kostenneutral.

Unter Top 7 stellt der Kreisausschuss den Antrag, den Aufbau einer weiteren männlichen Jugend in Düsseldorf nicht nur durch die neue Schulbeauftragte und den Jugendwart personell zu unterstützen, sondern ggf. auch finanziell Hilfe zu geben. Da beim ART ohnehin schon im Düsseldorfer Norden eine männliche Jugend besteht, soll diese neue Jugend vorzugsweise in Mitte oder im Süden aufgebaut werden. Die Vereine wurden angesprochen und es besteht größtenteils Interesse daran, aber es werden auch von den Problemen Hallenzeiten oder geeignete Trainer zu finden berichtet. Die DJK TUSA hat allerdings schon selber vor einigen Wochen ein derartiges Projekt gestartet und aktuell 5 Jugendliche im Training. Der Kreistag beschließt, ab sofort dieses Projekt zu unterstützen, da hier bereits sowohl eine Hallenzeit und ein Trainer vorhanden sind. Über ein sinnvolles Vorgehen werden die betreffenden KA Mitglieder zeitnah mit der DJK TUSA beraten. Außerdem beschließt der Kreistag einstimmig bei einer Enthaltung, dieses Projekt bei Bedarf mit bis zu 400,00 Euro zu unterstützen. Claudia Pollmann und Volker Francke weisen darauf hin, das für solche Projekte auch Unterstützung durch den WVV beantragt werden kann. Die Möglichkeiten wird der KA umgehend prüfen.

Weitere Anträge sind nicht eingegangen.

Unter „Verschiedenes“ stellt Volker Francke die aktuellen Aktivitäten des WVV vor. Die entsprechende Präsentation hängt dem Protokoll als Power Point an. Wichtig hier aber vor allem die geplante Einführung einer DVV Card. Diese Card soll verpflichtend für alle Aktiven mit Spielerpass (nicht die kreis-internen BFS Pässe) beschlossen werden. Die Kosten hierfür sollen bei: 12,--/Jahr für Erwachsene 6,--/Jahr für Jugendliche ab 14 Jahre liegen. Leider liegen aktuell kaum Informationen über den wirklichen Nutzen einer solchen DVV Card vor. Es soll wohl vergünstigte Möglichkeiten geben Autos zu leihen oder auch ein kostenloses Girokonto einzurichten. Bei den Anwesenden besteht rasch Einigkeit, dass eine solche Card ohne weitere Informationen keinesfalls zu begrüßen ist. Letztlich werden die 12,-- bzw. 6,-- Euro/Jahr an den Vereinen hängenbleiben, was kaum noch zu stemmen ist. Es soll allerdings unter Umständen die zusätzliche DVV Umlage des WVV in Höhe von € 49,-- wegfallen. Trotzdem werden die Kosten für die Vereine/Sportler in jedem Fall deutlich höher sein als das bisher war. Die Entscheidung darüber ob der WVV auf dem DVV Tag Ende Juni für oder gegen die DVV Card stimmen wird, wird am 10.06.2018 per Abstimmung auf dem WVV Verbandstag fallen. Wenn sich hier eine Mehrheit gegen die Einführung der DVV Card ausspricht, wird sich das Präsidium des WVV an diese Entscheidung halten und auf dem DVV Tag gegen die Card stimmen. Dies sollte durchaus wichtig sein, da der WVV der größte Landesverband im DVV ist. Ich möchte daher alle Vereine aufrufen, einen Vertreter zum WVV Verbandstag am 10.06. zu schicken, oder eine Vollmacht (zur Not auch auf den Kreisvorsitzenden) auszustellen. Die Entscheidung ist wirklich wichtig, finanziell aber auch emotional. Die Einführung dieser aus jetziger Sicht durchaus fragwürdigen DVV Card ohne ausreichende Kommunikation seitens des DVV wirft doch Fragen darüber auf, ob wir diese Praxis akzeptieren wollen, eine kostenrelevante Entscheidung seitens des DVV ohne hinreichende Informationen und Diskussion zu akzeptieren, oder ob wir als Verein, Kreis und dann hoffentlich auch WVV klar machen, dass hier Gesprächsbedarf besteht. Aktuell müssen wir leider feststellen, dass hier scheinbar eine neue Einnahmequelle für den DVV erschlossen werden soll, die den Vereinen und Sportlern wenig positiv Zählbares bringt.

(Der WVV Verbandstag hat sich am 10.06. mit großer Mehrheit gegen die kostenpflichtige DVV-Card ausgesprochen.)

Um 22:15 bedankt sich der Kreisvorsitzende Thomas Gottwald bei den Anwesenden und schließt den Kreistag.